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Kein politischer Aschermittwoch

Nach 30 Jahren gibt es einen Wechsel an der Spitze des FDP-Stadtverbandes Ibbenbüren.

 

Der neue Vorstand

Die Regularien der FDP-Versammlung waren schnell abgearbeitet. Es herrschte meist Einstimmigkeit. Als Versammlungsleiter fungierte Andreas Reerink aus Hopsten, stellvertretender FDP-Kreisvorsitzender. Als stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes Ibbenbüren wurde Christian Unnerstall wiedergewählt, ebenso Hans-Dieter Pott als Schatzmeister. Neuer Schriftführer ist Silas Wanjek. Die drei Beisitzer heißen Monika Bielak, Willi Frank und Christian Markert. Als Kassenprüfer wurden Hans Möller und Sarah Markert gewählt. Delegierte zum Kreishauptausschuss sind Rainer Fischer und Christian Unnerstall.

Kein politischer Aschermittwoch, sondern ein regulärer Stadtparteitag stand für die Ibbenbürener Liberalen im Hotel Brügge an. Und es war dennoch eine ganz besondere FDP-Stadtverbandsversammlung. Denn noch einer stolzen Amtszeit von 30 Jahren gab Hans-Jürgen Streich seinen Posten als Vorsitzender ab. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung bei 17 Ja- und einer Nein-Stimme den bisherigen Geschäftsführer Rainer Fischer.

Streich erinnerte sich daran, wie er am 18. Januar 1988 das Amt vom damaligen FDP-Chef Josef Meyer übernommen hatte. Meyer merkte dazu an: „Seit 1988 Vorsitzender zu sein, das ist viel wert.“ Streich betonte, ihm habe es in all den Jahren immer viel Spaß gemacht. Er habe stets mit einem guten Vorstandsteam gearbeitet. „Ich bereue nichts, es war gut, danke.“

„Große Schuhe“

Rainer Fischer erklärte im Anschluss an seine Wahl, er trete die Nachfolge gerne an. Allerdings unter der Prämisse, dass junge Leute aufgebaut werden, die Führungspositionen im Stadtverband übernehmen. Fischer ist 1950 in Möhnesee geboren, wuchs in Essen auf und wohnt seit fünf Jahren in Ibbenbüren. Beschäftigt ist er bei der Firma Beermann Bohrtechnik in Riesenbeck.

Der neue Vorsitzende sagte, es seien schon „große Schuhe“ eines Hans-Jürgen Streich. Aber gemeinsam mit Partei und Fraktion traue er sich zu, das hinzukriegen. Als einen Schwerpunkt der Arbeit nannte er die Weiterentwicklung der Stadt Ibbenbüren nach dem Ende des Steinkohlenbergwerks. Streich dankte er für die aktive Arbeit in Partei und Fraktion, für seine „Aufopferung“ für die FDP in Ibbenbüren.

Hans-Jürgen Streich bleibt Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat der Stadt Ibbenbüren. Rainer Fischer hat mit der Wahl zum Vorsitzenden das Amt des Geschäftsführers niedergelegt. Er kündigte an, er werde dem Vorstand in seiner nächsten Sitzung Heide Petzold-Merschmeyer als neue Geschäftsführerin vorschlagen.

In seinem Rechenschaftsbericht hatte Streich zu Beginn der Versammlung am Mittwochabend die positive Mitgliederentwicklung der Liberalen in Ibbenbüren betont. Mit 46 Mitgliedern sei ein Höchststand seit Jahrzehnten zu verzeichnen. Das hänge natürlich mit der Arbeit der FDP vor Ort zusammen, fraglos aber auch mit dem Bundesvorsitzenden Christian Lindner. Streich betonte die guten Ergebnisse der Ibbenbürener Liberalen bei den Landtags- und Bundestagswahlen. „Ich hoffe, dass es so weitergeht und die Liberalen 2020 bei der Kommunalwahl noch stärker werden.“

„Da sieht es oft schlimm aus“

Als Fraktionsvorsitzender verwies Streich darauf, dass angesichts einer positiven Entwicklung des städtischen Etats bei anhaltenden Überschüssen auch einmal daran gedacht werden müsse, ob es nicht zu einer Senkung der Grundsteuern und der Gewerbesteuer kommen kann. Kritisch merkte er an, dass es beim Zustand des Ibbenbürener Bahnhofs keinerlei Fortschritte gebe. „Da sieht es oft schlimm aus.“ Das unterstrichen die Mitglieder. Zum Straßenbau berichtete Streich, dass eine Bürgerinitiative an den Kreis geschrieben habe, dass sie mit der Linienführung der Fortführung der K24n nicht einverstanden sei.

Josef Meyer forderte am Ende der Versammlung, RWE müsse endlich Stellung beziehen, wie es mit dem Kohletransport zum Kraftwerk auf dem Schafberg nach dem Ende des Bergbaus 2018 aussieht. Da gebe es bezüglich des Transports über Straße/Bahn Klärungsbedarf. Ratsfraktionen und Verwaltung müssten sich dafür einsetzen, dass hier die Pläne schnellstmöglich offengelegt werden.

Claus Kossag IVZ-online.de Bericht und Bild

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